Afrika, der schwarze Kontinent, besteht aus 53 verschiedenen Ländern mit sehr unterschiedlichen Tänzen. Hier gehören Musik, Gesang und Tanz untrennbar zusammen und sind tief mit den territorialen Lebensgewohnheiten der Menschen verwurzelt. Man tanzt anmutige und energiegeladene Liebestänze auf Vollmondfesten oder Hochzeiten. Der Kriegstanz hingegen ist schon beinahe ein sportliches Training, stärkt die Muskeln und vermittelt die Techniken des traditionellen Schwertkampfes.
Im Westen ist der Yankadi zu Hause. Als typisch afrikanischer Tanz enthält er, genau wie der Macru, zahlreiche erotische Elemente. Bei dieser Gelegenheit zeigt sich schnell, wer sich zu wem hingezogen fühlt. Eindrucksvoll ist auch der Yabara, der Tanz mit der Kürbisrassel. Diese werden zu unterschiedlichen Tanzrhythmen hochgeworfen und wieder aufgefangen. Er wird ausschließlich von Frauen getanzt.
Typisch für Afrika sind auch die rituellen Tänze, die immer dann getanzt werden, wenn böse Geister vertrieben oder Götter zu Hilfe gerufen werden sollen. Auslöser dafür sind sehr alltägliche Vorkommnisse wie Krankheiten, Kinderlosigkeit, Unglücke oder Danksagungen für eine gute Ernte o. A. Die Rhythmen werden dabei meist durch kräftiges Trommeln begleitet. In Europa finden die modernen afrikanischen Tänze immer mehr Anhänger. Sie kombinieren traditionelle und kreativ-moderne Bewegungen miteinander und die Musik erinnert eher an Popmusik als an afrikanische Traditionsklänge.