Einige Kinder plagen sich außergewöhnlich häufig mit Infekten herum, andere haben schwere Allergien. Auch Neurodermitis ist schon bei den Jüngsten verbreitet. Die ambulante medizinische Behandlung hat nicht immer durchschlagenden Erfolg. Manchmal schlägt der behandelnde Kinderarzt deshalb eine Kur vor, in der das Kind einer stationären Therapie unterzogen wird.
Kuren für Kinder werden besonders häufig von Kliniken angeboten, die sich an Luftkurorten befinden. An der See oder in den Bergen ist das Klima besonders gesundheitsfördernd. So lindert das milde Reizklima an der Ostsee beispielsweise Atemwegs- und Hauterkrankungen. Kleine Kinder gehen zumeist mit Mutter oder Vater gemeinsam in die Kur, das Elternteil kann sich dabei, wenn nötig, gleichfalls einer Therapie unterziehen. Schulkinder kuren häufig allein, ohne elterliche Begleitung. Außerhalb der Ferienzeiten ist für den Unterricht am Kurort gesorgt, die Schüler müssen keine Wissensrückstände bei ihrer Rückkehr befürchten. Ein individuell erstellter Behandlungsplan füllt die übrige Zeit aus. Ärzte, Krankenschwestern, Physiotherapeuten, Psychologen und weiteres medizinisches Personal sorgen für die Genesung der kleinen Patienten, die Betreuung erfolgt durch ausgebildete Erzieherinnen.
Eine Kinderkur ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einem verbesserten Gesundheitszustand, doch leider kann niemand eine Erfolgsgarantie geben. Kinder haben, getrennt von den Eltern, oft mit Heimweh zu kämpfen. Gerade darum ist es nicht ratsam, das Kind in der Kur zu besuchen, da es sich danach kaum noch von den Eltern trennen kann.